Schülerforschungsverbund Westpfalz

ZukunftsRegion Westpfalz gewinnt MINT-Förderwettbewerb

Der Verein ZukunftsRegion Westpfalz gehört zu den sieben Gewinnern des „Förderwettbewerbs MINT-Regionen“ von Stifterverband und Körber-Stiftung. Die ZRW erhält 30.000 Euro für den Ausbau der MINT-Aktivitäten vor Ort sowie kostenlose Beratungs- und Fortbildungsangebote. 
 
Mehr als 40 Regionen haben sich für den Förderwettbewerb MINT-Regionen beworben, den die Körber-Stiftung und der Stiftverband im vergangenen Jahr ausgeschrieben haben. Eine Jury von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verbänden und Stiftungen hat nach mehreren Auswahlrunden jetzt die sieben Gewinner in Berlin prämiert. Zu ihnen gehört die ZukunftsRegion Westpfalz mit ihrem Projekt „Schülerforschungsverbund Westpfalz“.
 
Primäres Anliegen des „Schülerforschungsverbundes Westpfalz“ ist die Gewinnung und Bindung von Nachwuchskräften in den MINT-Fächern. Junge Menschen in der Region sollen für die Inhalte und Methoden in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik interessiert und begeistert werden, aber auch generell offen für diese Themen sein, auch wenn sie einen anderen beruflichen Weg einschlagen sollten. 
 
Insbesondere soll die Bildungskette durch die Hinzunahme von Angeboten für den Elementar- und Primarbereich vollständig abgedeckt werden. Mit der Einbeziehung der gesamten Bildungskette wird es erforderlich, einen dezentralen Ansatz zu entwickeln: zwei Drittel der westpfälzischen Schüler sind in der Fläche und nicht in den drei kreisfreien Städten beheimatet. Um die Jüngsten zu erreichen, muss es gelingen vor Ort – etwa in Kitas und Grundschulen – Angebote zu schaffen. 
 
In der Aufbauphase des Projektes „Schülerforschungsverbund Westpfalz“ gilt es zunächst, Strukturen für das Projekt zu schaffen. Dazu zählt unter anderem die Einrichtung einer Geschäftsstelle, die Durchführung einer Bedarfsanalyse, die Koordinierung und Sichtbarmachung des Angebotes sowie die Erweiterung des Netzwerkes um Wirtschaftsunternehmen. 
 
Das Projekt entstand auf Initiative des ZRW-Mitgliedes Xaver Jung (Mitglied des Deutschen Bundestages). Die Projektkoordination obliegt der ZRW (Silke Steinbach und Dr. Hans-Günther Clev). Beteiligte Partner des Projektes sind die Technische Universität Kaiserslautern, die Hochschule Kaiserslautern, das Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) GmbH, das Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, das Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, das Max-Planck-Institut für Software Systeme (Standort Kaiserslautern) sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (Standort Kaiserslautern). Weitere Unterstützung erfolgt durch die Science Alliance Kaiserslautern. 
 
Zu den weiteren Siegern des Förderwettbewerbs gehören die Karlsruher Technik-Initiative (Baden-Württemberg), das MINT Forum Nordhessen (Hessen), MINT hoch4 Taubertal (Baden-Württemberg), das MINT-Netzwerk der MINT-Region Landkreis Harburg (Niedersachsen), die MINT-Region Nordthüringen (Thüringen) und das Wolfsburger Netzwerk „WOB macht MINT“ (Niedersachsen). 
 
Alle Gewinner erhalten in den kommenden zwei Jahren ein kostenloses Beratungs- und Unterstützungsangebot. Darüber hinaus können sie von den Erfahrungen bereits länger bestehender MINT-Regionen profitieren. 
 
MINT-Regionen sind regionale Netzwerke zur Stärkung der naturwissenschaftlich-technischen Bildung. Ihr Ziel ist es, lokal passende, zentral koordinierte und nachhaltig wirksame Angebote entlang der Bildungskette in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu schaffen. In Deutschland gibt es über 80 MINT-Regionen, weitere Infos unter www.mint-regionen.de. 
 
Der Verein ZukunftsRegion Westpfalz e.V. versteht sich als Plattform, um die in der Region vorhandenen Kräfte zu bündeln und gemeinsame Projekte umzusetzen. Ziel dabei ist die Stärkung der Zukunftsfähigkeit der Westpfalz. Aktuell zählt der Verein über 270 Mitglieder, darunter Unternehmen, Verbände, Kammern, Gebietskörperschaften, Einrichtungen aus Wissenschaft und Forschung sowie Privatpersonen.
 
Im Stifterverband haben sich rund 3.000 Unternehmen, Unternehmensverbände, Stiftungen und Privatpersonen zusammengeschlossen, um Wissenschaft und Bildung gemeinsam voranzubringen. Mit Förderprogrammen, Analysen und Handlungsempfehlungen sichert der Stifterverband die Infrastruktur der Innovation: leistungsfähige Hochschulen, starke Forschungseinrichtungen und einen fruchtbaren Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert der Stifterverband jährlich eine viertel Millionen junge Talente. Darüber hinaus betreut er rund 650 Stiftungen mit einem Gesamtvermögen von über 2,8 Milliarden Euro.
 
Die Körber-Stiftung ist mit ihren operativen Projekten, Netzwerken und Kooperationspartnern in den drei Handlungsfeldern Internationale Verständigung, Demografischer Wandel und Innovation tätig. Dabei stellt sie derzeit drei aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen in den Fokus: „Digitale Mündigkeit“, „Neue Lebensarbeitszeit“ und „Russland in Europa“. 1959 von dem Unternehmer Kurt A. Körber ins Leben gerufen, ist die Stiftung heute von ihren Standorten Hamburg und Berlin aus national und international aktiv.
 
Foto: Leonie Mader

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