Beim 15. Netzwerktreffen der FührungsFrauen Westpfalz drehte sich alles um das Thema „Grenzen überwinden: Von der Komfortzone zur Spitzenleistung“. Nach der Begrüßung durch Janina Miecke vom Sportbund Pfalz und Jutta Metzler, Vorstandsmitglied der ZRW und Vizepräsidentin der IHK Pfalz, erwartete die Teilnehmerinnen ein inspirierender Einblick in die Welt des Spitzensports. Zu Gast war Miriam Welte, die nicht nur als Bahnrad-Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin beeindruckende Erfolge vorweisen kann, sondern sich auch als Polizeihauptkommissarin, Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Vorsitzende der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) engagiert.
Mit viel Offenheit und einer sympathischen, nahbaren Art nahm Miriam Welte die Teilnehmerinnen mit auf eine Zeitreise durch ihre sportliche Karriere. Alles begann im Jahr 2000: Als 13-Jährige verfolgte sie die Olympischen Sommerspiele in Sydney im Fernsehen und fasste einen Gedanken, der ihr Leben prägen sollte: Das möchte ich selbst erleben! Damals konnte sie noch nicht ahnen, wohin sie dieser Wunsch führen würde. Schritt für Schritt setzte sie sich neue Ziele, die mit der Zeit immer größer wurden. Dabei halfen ihr, das eigene Ziel zu visualisieren, es laut auszusprechen und sich immer wieder bewusst vor Augen zu führen, wofür sie trainierte. Auch ihre Fähigkeit, mit Druck umzugehen, verschaffte ihr im Wettkampf einen entscheidenden Vorteil.
2012 zahlte sich dieser Weg aus: Bei der Weltmeisterschaft in Australien wurde sie gemeinsam mit ihrer Teampartnerin im Teamsprint Weltmeisterin – und das mit Weltrekord. Doch damit war ihr größter Traum noch nicht erfüllt. Bei den Olympischen Spielen in London sollte sich zeigen, wie wichtig neben sportlicher Leistung auch Selbstvertrauen, Zusammenhalt und mentale Stärke sind. Trotz verschiedener Herausforderungen hielten die beiden Athletinnen an ihrem Ziel fest. Ein gemeinsames Ritual gehörte dabei fest dazu: „Schlaf schön und träum vom Gold“: Mit diesen Worten verabschiedeten sie sich am Abend voneinander. Am Ende wurde der Traum Wirklichkeit: Miriam Welte gewann gemeinsam mit ihrer Teampartnerin die olympische Goldmedaille.
Doch Miriam Welte berichtete nicht nur von ihren Erfolgen, sondern gewährte auch ehrliche Einblicke in die weniger sichtbaren Seiten des Spitzensports. Sie sprach über den Umgang mit Druck, die Bedeutung von Familie, Freunden und Team sowie die besonderen Herausforderungen für Frauen im Leistungssport, etwa mögliche Auswirkungen des Menstruationszyklus auf Wettkämpfe und den Umgang damit. Auch die enge Freundschaft zu ihrer Teampartnerin, die selbst schwierige Phasen und unterschiedliche sportliche Ziele überdauerte, wurde deutlich.
Aus ihren Erfahrungen hat Miriam Welte viele Erkenntnisse mitgenommen, die weit über den Sport hinausreichen. Klare Ziele, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, der Mut, Herausforderungen anzunehmen, und Menschen, die einen unterstützen, können entscheidend dazu beitragen, über sich hinauszuwachsen.
Zum Abschluss des Impulsvortrags bedankte sich Jutta Metzler bei Miriam Welte und hob insbesondere ihre Offenheit und Authentizität hervor. Als prägende Kernbotschaften des Vortrags stellte sie heraus: Persönliche Entwicklung beginnt dort, wo wir unsere Komfortzone verlassen, und nachhaltige Höchstleistung gelingt nur im Zusammenspiel von Engagement und bewusster Erholung.
Der Vortrag bot nicht nur spannende Einblicke in die Welt des Spitzensports, sondern lieferte auch wertvolle Impulse für den beruflichen und persönlichen Alltag.
Wir bedanken uns herzlich bei Miriam Welte für den inspirierenden Vortrag und die ehrlichen Einblicke in eine Welt, die man sonst nur selten aus dieser Perspektive kennenlernt. Ein großes Dankeschön gilt außerdem Simone Schuh und Janina Miecke vom Sportbund Pfalz, die das Netzwerktreffen in ihren Räumlichkeiten ermöglicht und zu einem gelungenen Austausch beigetragen haben.
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